Warum Psychotherapie?

Im Leben eines jeden Menschen gibt es solche Zeiten: Plötzlich läuft etwas schief, nichts scheint mehr zu gelingen, was vor kurzem noch leicht und schön war, erscheint nunmehr schwer und schmerzhaft. Die Dinge, die auf mich einströmen und etwas von mir verlangen, werden viel zu viel, Überforderung, Ängste und bisweilen gar Resignation machen sich breit. Ich kann einfach nicht mehr, ich schotte mich ab und möchte nur noch weinen.

Vielleicht bekomme ich selbst wieder die Kurve, ziehe mich quasi am eigenen Schopf aus dem Sumpf, oder es sind Partner und Freunde, die mir mit ihrem Beistand und Verständnis den Rettungsring zuwerfen. Nicht immer aber gelingt das. Vielleicht stehen solche helfenden Menschen nicht zur Verfügung oder ich kann mich ihnen gegenüber nicht öffnen. Vielleicht sind die Ängste einfach zu stark, oder die depressive Verstimmung ist zu hartnäckig. Manche Menschen plagen sich seit Jahren mit ihren Stimmungsschwankungen herum und können nur mit Mühe ihre Impulse kontrollieren, andere leiden unter den Folgen einer Traumatisierung, unter Flashbacks, Ängsten und Dissoziationen. Viele überfordern sich bei der Arbeit und merken erst durch die Symptome wie fehlendem Antrieb, Kraftlosigkeit und Schlafstörungen, dass sie tatsächlich nicht mehr können.

Unsere Psyche sendet uns auch Botschaften über den Körper. So kann es zu unerklärlichen Schmerzen und Missempfindungen, hohem Blutdruck und Verdauungsproblemen kommen, für die man keine organische Ursache findet.

In all diesen Fällen lohnt es sich, über eine Psychotherapie nachzudenken. Nun gibt es eine nur schwer überschaubare Vielfalt therapeutischer Methoden, und nicht jede Methode ist für jeden Menschen die richtige. Den klassischen Methoden der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie stehen heute unter anderem eine Vielzahl sehr ausdifferenzierter systemischer Methoden gegenüber und auch in der Traumatherapie gibt es neue unkonventionelle Wege, die oftmals überraschend erfolgreich sind. Ihre Schwierigkeiten vor dem Hintergrund Ihrer Biografie zu verstehen und die individuell erfolgversprechendsten Methoden zu identifizieren, ist deshalb die erste Aufgabe eines therapeutischen Gesprächs. Mein Ziel ist es dabei, gemeinsam mit Ihnen einen Weg abzustecken und zu skizzieren, der am Ende mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit zu einer Stabilisierung und nachhaltigen Verbesserung der psychischen Situation führt.

Ich biete erprobte und anerkannt effektive Methoden der Psychotherapie an, die Ihnen Ihr Leben erleichtern können, die Ihr Selbstvertrauen wieder wecken und die Sie dabei unterstützen, auf der Grundlage einer gestärkten Persönlichkeit  eine neue Perspektive und einen anderen Umgang mit der Situationen des Lebens zu entwickeln. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass eine Psychotherapie keine magische Pille und keine leichte Lösung ist: Eine Therapie ist ein Heilungsprozess, der im Zusammenspiel zwischen Ihnen und mir entsteht und der Ihre aktive Mitarbeit  erfordert.

Manchmal können schon kleine Veränderungen von ungünstigem Verhalten und das Einüben eines anderen Umgangs mit Gefühlen der Traurigkeit, der Angst und des Schmerzes das Allgemeinbefinden und die Lebensqualität positiv beeinflussen. In anderen Fällen braucht man mehr Zeit, insbesondere wenn die Ursachen für die aktuelle Störung in frühen traumatischen Erlebnissen und Erfahrungen liegen. Entscheidend ist, dass die wunden Punkte in Ihrer Psyche erreicht und bestmöglich geheilt werden oder mindestens ihre Schmerzhaftigkeit gelindert wird. 

Der Stein kommt aber erst dann ins Rollen, wenn man ihm einen Anstoß gibt. Ohne etwas neues auszuprobieren, bleibt alles beim alten. Vielleicht wird die Aufnahme einer Psychotherapie zum ersten kleinen Schritt auf Ihrem langen Weg zu sich selbst.